Der Hinterleib (Abdomen) der Biene ist mit der Brust durch einen stilförmigen Ansatz beweglich verbunden. Die ineinanderschiebbaren Hinterleibsringe mit ihren elastischen Hautverbindungen geben dem Hinterleib die notwendige Dehnungsfähigkeit für die inneren Organe. Der Stachelapparat ist der einzige Anhang des Hinterleibes bei der Königin und der Arbeitsbiene. Außerdem soll an dieser Stelle auch das Haarkleid der Biene erläutert werden.
Der Chitinpanzer der Biene weist verschiedene Farbtöne auf, die von fast schwarz bis gelb variieren können und hauptsächlich vom Haarkleid herrühren. Im Laufe des Bienenlebens nutzt sich das Haarkleid allmählich ab, daher erscheinen ältere Flugbienen deutlich dunkler als Stockbienen. Das Haarkleid der Honigbiene erfüllt mehrere Funktionen. Zum einen ist es Schmutzfänger und verhindert Ablagerungen von Schmutzteilchen unmittelbar auf dem Chitinpanzer, gleichzeitig ist es Transportmittel für Pollen, welche beim Besuch der Blüten in den Haaren hängenbleiben und somit zur Bestäubung der Pflanzen beitragen. Doch nicht nur Pollen bleiben am Haarkleid hängen, auch Blütendüfte, so daß hierüber wichtige Informationen über eine vorhandene Tracht übermittelt werden können. Außerdem wirken ein Teil der Haare als Tast- und Sinneshaare, welche verschiedenste Reize, mechanische, chemische etc. aufnehmen. Ganz spezifische Formen weist der Haarbesatz der Arbeitsbienen an den Hinterbeinen auf, die zum Sammeln und Eintragen von Pollen eingerichtet sind. Zwischen den einzelnen Arten der Honigbiene und auch zwischen den Rassen gibt es z.T. erheblich Unterschiede hinsichtlich Farbe, Dichte und Länge der Haare, weshalb diese Merkmale auch zur Beurteilung der Rassenzugehörigkeit bei der Zucht herangezogen werden.
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Ein kompliziert gebauter Stachelapparat bildet den einzigen Anhang des Hinterleibes der Königin und der Arbeiterinn. Der Drohn besitzt keinen Stachel. Die Hauptteilde des Stachelapparates sind die beiden beweglichen Stechborsten, die in der Stachelrinne liegen und von der Stachelscheide umgeben werden. In die erweiterte Stachelrinne, dem Stachelrinnenkolben, mündet die Giftblase, der Aufbewahrungsort für das von den Giftdrüsen produzierte Gift. Die Stechborsten sind bei der Arbeiterin mit zehn kleinen Widerhaken versehen, während die Stechborsten der Königin nur drei kleine Widerhaken besitzt. Kräftige Muskeln bewirken, daß beim Stich die beiden Stechborsten abwechselnd vorgeschoben werden. Sticht die Biene in eine elastische Haut, so verhindern die Widerhaken das Herausziehen des Stachels, so daß sich die Biene beim Versuch den gesamten Stachelapparat aus dem Hinterleib herausreist und sterben muß. Der Stachel bohrt sich auch nach der Abtrennung weiter in sein Opfer hinein, da der mitausgerissene Nervenknoten weiterhin Impulse sendet. Sticht die Biene einen Artgenossen oder ein anderes Insekt, so kann sie den Stachel wieder unbeschadet herausziehen.
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