Eine junge Königin wird normalerweise erst nach dem fünften Lebenstag paarungsreif. Sie beginnt dann zunächst mit einigen Orientierungsflügen um den Stock, wobei sie den Radius stetig vergrößert, bis sich schließlich der eigentliche Hochzeitsflug vollzieht.
Bei der Paarung wird das Gechlechtsorgan des Drohns, mit tödlichem Verlauf, aus dem Körper herausgerissen und bleibt zunächst in der Königin hängen
Bei der Paarung wird das Gechlechtsorgan des Drohns, mit tödlichem Verlauf, aus dem Körper herausgerissen und bleibt zunächst in der Königin hängen
Die Flugweite der Königin beträgt meist nicht mehr als 2 km im Umkreis um den Stock. Während dieser Zeit erhält die junge Königin nur wenig Zuwendung von den Arbeitsbienen, ja sie wird sogar von ihnen aus dem Stock gedrängt, um ihre "Begattungswilligkeit" zu steigern. Wird die Königin nicht innerhalb vier Wochen begattet, so ist ein anschließender Hochzeitsflug nicht mehr möglich und die Königin beginnt mit der Eiablage. Da diese Eier jedoch, aufgrund der fehlenden Begattung, unfruchtbar sind, entstehen hieraus nur Drohnen, die Königin ist "drohnenbrütig".
Die Drohnen sind ebenfalls nicht sofort paarungsfähig, auch sie benötigen zunächst eine Verweildauer von ca. 12 Tagen nach dem Schlupf. Der Flugradius der Drohnen beträgt meist auch nicht mehr als der der Königin, allerdings können paarungswillige Drohnen auf der Suche nach einer Königin auch Flugleistungen von bis zu 18 km vollbringen. Die Drohnen sammeln sich aber meistens an sogenannten Drohnensammelplätzen zusammen und warten auf ihre Möglichkeit, eine Königin zu begatten. Allerdings erreicht nur ein Bruchteil der Drohnen im Jahr dieses Ziel. Die Königin sucht diese Sammelplätze gezielt auf und die Drohnen erkennen die Königin anhand ihres Duftes. Die Paarungsflüge finden meist nur in den warmen Stunden des Tages, bei Temperaturen um 19°C statt. Geschlechtsorgan des Drohn Bewölkter Himmel und Wind sind entscheidene Hindernisse. Die eigentliche Paarung findet im Fluge in einer Höhe von etwa 15m bis 18m statt. Bei der Begattung steigt der Drohn auf den Rücken der Königin, dabei umklammert er den Hinterleib der Königin mit seinen Beinen und stülpt sein Begattungsorgan in die Stachelkammer der Königin hinein. Das Ausstülpen des Begattungsschlauches und die Samenabgabe dauert nur wenige Sekunden und kostet den Drohnen das Leben, da sein Begattungsorgan ausgerissen wird. Diese Reste werden werden sodann meist von den Arbeiterinnen im Stock entfernt, so daß die Königin zur nächsten Begattung ausfliegen kann. Die Hochzeitsflüge finden bei günstigen Witterungsbedingungen in zeitlich kurzen Abständen statt, können sich aber auch über mehrer Tage erstrecken. Die Königin wird in dieser Zeit durchschnittlich 7 bis 8 mal begattet. Bei der Begattung erreicht nur ein Teil der von den Drohnen abgegebenen Samenmenge die Samenblase der Königin. Zur vollständigen Füllung ist daher die mehrfache Begattung nötig.
Nach den Hochzeitsflügen beginnt die Königin schon oft nach wenigen Tagen mit der Eiablage.