Die Arbeiterinnen produzieren während ihrer Tätigkeit als Ammenbiene in ihren Kopfdrüsen, vor allem in den Schlunddrüsen und den Oberkieferdrüsen, ein Sekret, das u.a. zur Ernährung der Königin während ihres gesamten Lebens dient. In den ersten drei Tagen nach dem Schlupf aus dem Ei erhalten alle drei Bienenwesen nahezu das gleiche Futter, nämlich reinen Futtersaft, Königinnenmaden jedoch wesentlich mehr als Arbeiterinnenmaden.
Danach erhalten die Arbeitrinnenmaden mehr und mehr einen Gemisch aus Honig und Pollen, die Königinn hingegen erhalten über die gesamte Freßzeit vornehmlich diesen Futtersaft, das Gelée royale. Die bestimmte Ernährung ist auch das Geheimnis, warum aus den selben befruchteten Eiern zum einen Arbeitbienen entstehen und zum anderen Königinnen. Da die Königin ihr gesamtes Leben mit diesem Stoff gefüttert wird, befähigen die wertvollen Inhaltsstoffe sie zu außerordentlichen Legeleitungen. So vermag sie in der Hochsaison täglich das Doppelte ihrer Eigenmasse an Eiern zu produzieren.
Gelée Royale ist ein weißlich oder leicht gelblich schimmerndes Produkt. Beim Kontakt mit Luft kann sich die Farbe leicht verändern. Gelée Royale ist von gallertartiger Beschaffenheit, neigt beim Altern zur Verdickung, besitzt einen säuerlichen, leicht süßen, Geschmack sowie einen charakteristischen phenolähnlichen Geruch.
Nur in den Königinnen-Zellen ist Gelée Royale so reichlich vorhanden, das sie geerntet werden kann. Mit der Königinnenzucht gibt es ein Verfahren zur Produktion von Königinnen-Zellen, das weder die Bienen, noch das Leben im Bienenstock beeinträchtigt. Wenn Gelée Royale am reichlichsten vorhanden ist, entnimmt sie der Imker mit Hilfe eines Holzspachtels oder durch Absaugen unter Einhaltung strengster Sauberkeit. Danach sollte der Saft schnell kühl eingelagert werden, damit die währmeempfindlichen Stoffe über längere Zeit erhalten bleiben.
Eigenschaften von Gelée Royale